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Losung

Losung für Mittwoch, 19. Dezember 2018
Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise.
Psalm 19,8

Wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.
1.Johannes 3,24

© Evangelische Brüder-Unität

Aus der Pilotgemeinde Kaiserslautern-Bännjerrück

Interview mit Frank Schuster, KG KL-Bännjerrück, 19.11.2008

Wer sind wir?

Wir sind eine Kirchengemeinde im Stadtteil Kaiserslautern-Bännjerrück, die 1973 eigenständig wurde und seit 40 Jahren eine eigene Kirche mit 450 Sitzplätzen hat. Der Bännjerrück ist ein Stadtteil, der in den fünfziger und sechziger Jahren entstanden ist. Er ist der Stadtteil Kaiserslauterns mit dem höchsten Durchschnittsalter.

Warum wollen wir dieses Projekt starten?

Unsere großen Räumlichkeiten in Kirche und Gemeindehaus verschlingen aufgrund ihrer Bauweise viele Gelder für Beheizung und Bauunterhalt. Diese Kosten führen dazu, dass wir unseren Haushalt nicht mehr ausgleichen können. Unsere Gemeindegliederzahl ist von 2750 im Jahr 1994 auf 2450 im Jahr 2008 zurückgegangen. Deshalb sinken auch die Schlüsselzuweisungen. Momentan haben wir circa 40 Beerdigungen im Jahr, aber nur circa 10 Taufen.

Welche Hoffnungen verknüpfen wir damit?

Wir wollen unseren Haushalt stabilisieren und die Sensibilität der Menschen für die Situation, vor allem auch die finanzielle Situation von Kirche erhöhen. Wir hoffen im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten die Ernergiekosten deutlich reduzieren zu können.

Welche Ziele sollen damit erreicht werden?

Die Fortführung einer kirchengemeindlichen Arbeit, die an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort orientiert ist, zum Beispiel dem Bedürfnis nach Austausch und Begegnung in Gruppen und Kreisen. Wir möchten aber auch das besondere Profil der Gemeinde, vor allem in den Bereichen Musik und Spiritualität, erhalten.

Was ist unsere Vision für die Zeit danach oder damit ….?

Wenn es nur ums Geld ginge, hätten wir evtl. Grund zur Resignation. Aber es geht uns in unserer Prioritätensetzung um Glaube, Liebe, Hoffnung - das alles hat ein anderer uns aufgetragen. Daher sollten wir aufhören, um das goldene Kalb "Finanznot" unseren eigenen Totentanz zu tanzen.

Wir sollten Gott auch nicht bitten, alles zu segnen, was wir tun - sondern lieber in seiner Gemeinde versuchen all das zu tun, was Gott segnet. Kirche können wir nicht "machen", aber wir können versuchen, Gottes Heiliger Geistkraft möglichst wenig dabei im Weg zu stehen, wenn sie in Menschen wirkt. Denn Gott legt die Zukunft seiner Kirche letztlich nicht in unsere Hände, aber (Gott sei Dank) in unsere Herzen! Aus dieser Vision heraus versuchen wir, die Zukunft unserer Gemeinde zu gestalten.